Mimikresonanz®                         im Gesundheitswesen

Sich verständnisvoll in andere Menschen einzufühlen gilt als Schlüsselkompetenz aller, die mit Menschen zu tun haben. Beim Arzt* ist diese Fähigkeit zur Empathie sowohl im Patientengespräch als auch bei der Mitarbeiterführung wichtig.

 

In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Patienten, die von ihrem Arzt Empathie, Verständnis und Respekt erfahren, schneller gesund werden als Patienten, die diese Erfahrung nicht machten.
Damit kommt dem Arzt-Patienten-Gespräch eine wesentliche Bedeutung bei der Genesung des Patienten zu.

 

Mimikresonanz-Training ermöglicht es dem Arzt in einem ersten Schritt seine Wahrnehmung für die Gefühle seiner Patienten zu schärfen – für die deutlichen, aber vor allem für die subtilen – um so seine Patienten besser zu verstehen und eine beziehungsfördernde und wertschätzende Kommunikation zu fördern.
Das steigert die Patientenzufriedenheit und den Behandlungserfolg. Aktives Zuhören ist die zweite wichtige Fähigkeit, die sich positiv auf die Patient-Arzt-Beziehung auswirkt, da es das Vertrauen des Patienten fördert.
Auch hierbei unterstützt Mimikresonanz den Arzt in einer von Empathie geprägten Gesprächshaltung. Er erkennt präzise die emotionale Wirkung, die er durch das, was er sagt, beim Patienten auslöst und kann so mit dessen Emotionen angemessen und zielführend umgehen.

 

Da im beruflichen Alltag meist nicht viel Zeit pro Patient zur Verfügung steht,
ist es umso wichtiger einen Weg zu finden die Gefühle und Bedürfnisse des Patienten möglichst schnell und richtig zu erkennen. Mimikresonanz ist ein praxisorientiertes Konzept, um diese Fähigkeiten zu trainieren. Gleichzeitig verbessert es die Empathiefähigkeit des Arztes und ermöglicht es, in einen guten Kontakt mit dem Patienten zu kommen.
Die Fähigkeit zur Empathie durch Mimikresonanz ist selbstverständlich auch bei der Mitarbeiterführung hilfreich. Demnach haben geschulte Ärzte in ihrer Rolle als Führungskraft einen geschärften Blick für die Stimmung im Team und die Gefühle Einzelner und sehen dadurch besser, wie Informationen und Entscheidungen auf emotionaler Ebene aufgenommen werden.

 

*(Krankenschwestern, Pflegepersonal, Therapeuten etc.)

 

Emphatische Kommunikation im Gesundheitswesen

Der amerikanische Psychologe und Mediator Marshall B. Rosenberg entwickelte in den sechziger Jahren mit Bürgerrechtlern ein Trainingsprogramm zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, das er "Nonviolent Communication" nannte. Das Konzept der "wertschätzenden Kommunikation" auch gewaltfreien Kommunikation (GFK) genannt, war in seiner historischen Entstehung durch rassistische Auseinandersetzungen geprägt. Wir betrachten unsere Art zu sprechen nicht als "gewalttätig", doch die Stereotypen unseres Denkens und Fühlens führen dazu, dass wir andere Menschen bewerten oder gar "abstempeln", während wir mit Ihnen sprechen und das wir sie das – wenn auch häufig nonverbal - spüren lassen. Klagt hochgradig adipöse Patientin über Rückenschmerzen, ist sie ja daran, zumindest teilweise, "selbst schuld". Solche inneren meist unbewussten Schuldzuweisungen können dazu führen, dass sich die Patientin nicht verstanden fühlt. Statt ihr durch Sprache, Mimik oder Gestik mitzuteilen, das Rückenschmerzen bei ihren Lebensstil kein Wunder seien, könnte man versuchen zu verstehen, welche Gefühle zu diesem Lebensstil geführt haben oder welches Bedürfnis diese Patientin mit ihren gestörten Essverhalten zu kompensieren versucht.

 

Rosenbergs Konzept hilft, dieses natürliche Einfühlungsvermögen aktiv umzusetzen. Es besteht aus vier Schritten, die sich im Folgenden auf die Kommunikation zwischen Arzt und Patient beziehen:

 

  • Was wir beobachten (konkrete Äußerung des Patienten)
  • Was wir fühlen
  • Was der Patient braucht / was wir brauchen
  • Worum der Patient bittet (konkrete therapeutische Maßnahme)
     

Das heißt: Der Arzt / die Ärztin beobachtet den Patienten, ohne seine Äußerungen sofort zu bewerten. Er spürt den eigenen Gefühlen nach und überlegt sich, was die Äusserungen des anderen in ihm selbst auslösen und welches Bedürfnis dahinter stecken könnte. Wenn wir andere Menschen bewerten, messen wir sie mit unseren eigenen Wertvorstellungen und Bedürfnissen. Unbewusst vergleichen wir das Gegenüber mit uns selbst und versuchen, dabei selbst gut abzuschneiden. Einen Kollegen, der mehr ins Detail geht als wir, stecken wir, so Rosenberg, gerne in die Schublade "pingelig und zwanghaft". Bohren wir selbst etwas tiefer, ist derselbe Kollege plötzlich "schlampig oder schlecht organisiert".

 

Während beim allgemeinem GFK-Konzept die abschließende Bitte die eigene Lebensaqualität verbessern soll, geht in der Arzt-Patienten-Beziehung um die Lebensqualität des Patienten. Dabei ist es wichtig, die therapeutische Maßnahme nicht als eine Forderung zu formulieren, vor allem, wenn es sich um eine Änderung des Verhaltens handelt. Rosenberg beschreibt das so: "Bitten werden als Forderungen aufgefasst, wenn die Zuhörer glauben, dass sie beschuldigt oder gar bestraft werden, sobald sie nicht zustimmen (...) Ziel der GFK ist es nicht, Menschen und ihr Verhalten zu ändern, damit wir unseren Willen durchsetzen; es besteht viel mehr darin, Beziehungen aufzubauen, die auf Offenheit und Einfühlsamkeit basieren, so dass sich über kurz oder lang die Bedürfnisse jedes einzelnen."

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